Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe) aus Sicht der TCM

Allgemein

Die Menstruation begleitet uns Frauen von Beginn der Pubertät bis in die Menopause/ins Klimakterium und ruft in der westlichen Sichtweise häufig eine negative Assoziation hervor. Frauen empfinden die monatliche Blutung in vielen Fällen als lästig und verbinden damit Unwohlsein, Schmierblutungen, Kopfschmerzen, PMS oder leichte bis stärkste Unterleibsschmerzen. In der Gesellschaft herrscht häufig die Denkweise: „Das ist halt so, das gehört dazu!“
Dies wiederum ist allerdings ein Irrglaube und sollte nicht grundsätzlich so sein. Herrscht im Körper ein Gleichgewicht zwischen den Funktionskreisen, verläuft die monatliche Blutung i.d.R. ohne Probleme.

Sichtweise der TCM

Im Gegensatz dazu deutet die traditionelle chinesische Medizin die Menstruation als Zeit der Reinigung und die monatliche Blutung stellt eine Möglichkeit zur Ausleitung von Hitze oder Stagnation im Körper dar. Daher können wir Frauen eigentlich dankbar für diese Möglichkeit sein, denn der Körper nutzt seine Selbstreinigungskräfte, um Störfaktoren auszuleiten. Aus diesem Grund ist die Befragung über die Menstruation im Rahmen der Anamnese ein wichtiges Instrument, selbst dann, wenn sie nicht als problematisch empfunden wird. Die Art des Blutflusses gibt Auskunft über Prozesse und Körperfunktionen und kann zur Diagnose mit herangezogen werden.

Ablauf und Symptome

Im Idealfall dauert der Menstruationszyklus 28-29 Tage. Schulmedizinisch wird ein Blutungsbeginn zwischen dem 23. und 35. als physiologisch angesehen. Die Blutung dauert max. 4-5 Tage, ohne dass vorher oder nachher eine Schmierblutung auftritt. Schmerzen oder andere Begleiterscheinungen sind normalerweise nicht vorhanden, max. ein leichtes Ziehen ist akzeptabel. Selten haben Frauen eine Menstruation, wie sie nach Lehrbuch ablaufen sollte, da der Körper auf innere und äußere Veränderungen reagiert. Es ist völlig normal, dass sich der Zyklus vorübergehend verändert. Ist er jedoch dauerhaft verlängerter oder verkürzt oder einfach verändert, kann dies auf ein Ungleichgewicht im Körper hinweisen. Auch die Farbe bzw. der Geruch des Blutes, seine Konsistenz sowie das Auftreten von Schmerzen oder weiteren Beschwerden können dann zur Diagnose herangezogen werden.

Organsysteme

Da aus chinesischer Sicht viele verschiedene Organsysteme am Zyklus beteiligt sind, können die Ursachen für ein fehlendes Gleichgewicht vielfältig sein und entsprechend unterschiedlich ist dann auch die Behandlung. Den Haupt-Einfluss haben die chinesischen Organsysteme Milz, Leber, Niere und Herz. Auch die Sondermeridiane Chong Mai und Ren Mai spielen eine wichtige Rolle.

Einfluss der Pille

In der westlichen Medizin wird zur Behandlung von Menstruationsstörungen gerne die Pille verschrieben. Hierdurch wird jedoch nicht die Wurzel des Problems behandelt sondern es besteht u. U. die Gefahr, dass die Qi-Stagnation durch die Einnahme der Pille noch verstärkt wird. Ein Kreislauf beginnt…

Behandlung

Die Traditionelle Chinesischen Medizin versucht mit ihrem Ansatz dagegen die Funktionskreise zu regulieren um den Körper so wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Akupunktur, sanfte Körpertherapien und eine Anpassung der Ernährung sind hier die Mittel der Wahl.

Nutzen Sie daher bei Menstruationsbeschwerden mein Angebot einer Behandlung, die ich im Sinne der TCM durchführe.

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