Akupunktur

Akupunktur, Moxibustion und Schröpfen

Akupunktur

Die Akupunktur ist als Therapieform der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine seit mehr als 2000 Jahren angewandte Behandlung.

Die Wirkung der Akupunktur beruht auf dem Leitbahnsystem / Meridiansystem, welches alle Strukturen des Körpers miteinander verbindet. In diesen Leitbahnen fließt die Lebensenergie „Qi“. Nach chinesischer Theorie entsteht Krankheit immer dann, wenn die Lebensenergie Qi ins Stocken gerät. Um den reibungslosen Fluss wiederherzustellen, werden anatomisch genau spezifizierte Akupunkturpunkte mittels Nadelung oder Erwärmung stimuliert. Dadurch nimmt der Behandler Einfluss auf Organe, Energiehaushalt und Qi-Fluss um die körpereigenen Heilkräfte in Gang zu setzen und letztlich die Gesundheit wiederherzustellen oder zu erhalten.

In der chinesischen Vorstellung sind Körper, Seele und Geist fest miteinander verwoben und werden daher nicht getrennt voneinander gesehen. Dabei steht immer eines im Mittelpunkt: der Mensch als Ganzes und in all seinen Facetten.

Weiterhin werden neben den körperlichen Beschwerden auch die geistigen und psycho-emotionalen Aspekte miteinander in Beziehung gesetzt um die Wurzel der Erkrankung zu finden und zu behandeln und damit den Menschen auf allen 3 Ebenen ins Gleichgewicht zu bringen.

Moxibustion

In bestimmten Fällen kann die Zuführung von Wärme mit Moxa (Beifußkraut) indiziert sein. Diese Methode wird Moxibustion genannt. Wörtlich übersetzt bedeutet Moxibustion „brennen“ und ist eine Therapiemethode mit jahrtausendelanger Tradition: Kleine Mengen von getrockneten, feinen Beifußfasern werden auf oder über bestimmten, auf den Meridianen liegenden Punkten abgebrannt. Die Behandlung wird als sehr angenehm empfunden, da die Wärme sehr tief in den Körper eindringt. Moxa stärkt das Yang und fördert einen ruhigen Fluss von Qi und Blut durch Lösung von Stagnationen. Die Anzahl und Häufigkeit der Behandlung richtet sich nach der Erkrankung und dem Behandlungsverlauf.

Meine Praxis verfügt über eine TDP-Lampe als Alternative zu Moxakraut. Die Kombination von Infrarot und Mineralienplatte hat sich als sehr wirkungsvoll erwiesen. Die hier freiwerdenden elektromagnetischen Strahlen haben einen anregenden Effekt auf den Körper, gleichzeitig wird er gewärmt.

Im Grunde genommen können Akupunktur und Moxibustion bei den meisten Patienten und in jedem Lebensalter eingesetzt werden. Durch ein ausführliches Erstanamnesegespräch kann ich als Therapeutin einschätzen, in welchem Umfang die Akupunktur angezeigt ist und ob eine Indikation für die Moxatherapie gegeben ist.

Schröpfen

Schröpfen ist ein sehr altes, traditionelles Therapieverfahren, das auch in der westlichen Naturheilkunde eingesetzt wird. Kurzum zählt es zu den ausleitenden Verfahren. Die Behandlung orientiert sich am Beschwerdebild und kann z.B. bei muskulären Verhärtungen und Faszien Verklebungen eingesetzt werden.

Im Behandlungsablauf werden Schröpfgläser auf das zu behandelnde Areal gesetzt und per Unterdruck fixiert.  Beim trockenen Schröpfen wird das Schröpfglas auf ein unversehrtes Hautareal aufgesetzt und ein Unterdruck erzeugt. Durch den Unterdruck wird der Blut- und Lymphfluss angeregt, um die Stagnation zu lösen. Folglich entstehen während der Behandlung meist runde, hämatom-ähnliche Einblutungen die sich innerhalb weniger Tage zurückbilden. Nach der Behandlung kann in vielen Fällen eine Erleichterung des verspannten Areals und auch eine Verbesserung der Beweglichkeit beobachtet werden.

Dagegen wird bei der Schröpfkopfmassage das Schröpfglas auf unversehrte Hautstellen gesetzt, welche zuvor eingeölt wurden. Der Schröpfkopf wird dann über das zu behandelnde Areal verschoben. Der Unterdruck hat hierbei einen stärkeren Effekt haben als bei einer gewöhnliche Massage.

Ausführliche Informationen zum Schröpfen finden Sie hier.

Schröpfen
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