Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine Bezeichnung in der westlichen Medizin. Die klassische chinesische Medizin kennt nicht den Begriff Bluthochdruck. Der Blutdruck wird dem Funktionskreis des Herzens zugeordnet.

Der „Gelbe Kaiser“, eines der wichtigsten Bücher der Chinesischen Medizin, beschreibt nur, dass das Herz für den Blutfluss verantwortlich ist. Wird das Herz in Mitleidenschaft gezogen, strömt das Blut aufwärts, dadurch kommt es zu einem Überschuss in der oberen Körperhälfte und zu einem Mangel in der unteren Körperhälfte – dem typischen Symptom eines Bluthochdrucks. Es wird also im „Gelben Kaiser“ nicht eindeutig benannt, aber durchaus beschrieben. Auch fand man schon früh Umschreibungen der Symptome von “hohem Blutdruck”, wie zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen oder „Leberwind“

Ursächlich sind aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin hauptsächlich emotionale Störungen, schlechte Ernährung, übermäßige Arbeit, familiäre Disposition oder weitere Faktoren. Die Folge ist ein Ungleichgewicht von Yin und Yang.

In der TCM behandelt man daher den Bluthochdruck typischerweise nach den Symptomen, die einem Syndrom zugeordnet werden können. Daher ist eine ausführliche Anamnese Ihrer Krankengeschichte wichtig, um die richtige chinesische Diagnose zu stellen. Neben dem Organsystem Herz spielen auch die Organsysteme Milz, Leber und Niere eine wichtige Rolle.

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